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BN-App "Eichhörnchen in Bayern"

Mit der App „Eichhörnchen in Bayern“ können Mitbürger jeder Altersklasse selbst zu Eichhörnchen-Forschern werden. Und neben der Möglichkeit Eichhörnchen-Beobachtungen zu erfassen, bietet die App auch viele interessante Informationen über die putzigen Hörnchen.

09.05.2021

Eichhörnchen gehören mit zu den beliebtesten Wildtieren. Trotzdem haben sie es zunehmend schwer, gute Lebensräume mit älterem Baumbestand zu finden. Wie geht es den Klettertieren? Wo leben mehr der Nager – im Wald oder in der Stadt? Wie sind sie verbreitet? Der BUND Naturschutz will das mit Hilfe von engagierten Bürgerforscher*innen herausfinden. Seit einem Jahr sammelt er Daten über Eichhörnchen. Seit Projektstart wurden im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen über hundert Tiere gemeldet, bayernweit sind es sogar 10.400 Meldungen mit rund 12.500 Tieren.

Nach der ersten Auswertung scheinen Eichhörnchen vor allem in der Stadt zu leben. Doch dies liegt daran, dass bislang mehr Bürgerforscher in den Städten und Siedlungen unterwegs sind und gesichtete Tiere melden. Richtig gute Aussagen über die geographische Verteilung der Nager können aber erst getroffen werden, wenn Daten aus allen Ecken Bayerns und auch aus größeren Waldgebieten vorliegen und die Meldungen mehrerer Jahre miteinander verglichen werden können.

Die Teilnahme am Projekt ist ganz einfach: Jeder kann mitmachen und Eichhörnchen-Forscher*in werden. Freiwillige melden dem BUND Naturschutz, wann und wo sie Eichhörnchen gesehen haben – über die Webseite unter www.bund-naturschutz.de/aktionen/eichhoernchen-beobachten-und-melden oder am einfachsten mit der Smartphone-App „Eichhörnchen in Bayern“, die es für Android und iOS Betriebssysteme kostenfrei zum Download gibt.

BN-Tipps für aktive Eichhörnchen-Hilfe

Um Eichhörnchen zu fördern, ist die einfachste Hilfe: Alte Bäume stehen lassen! Diese bieten, besonders wenn Totholz vorhanden ist, auch für viele andere Tiere gute Lebensbedingungen. Je nach Größe des eigenen Gartens hilft den Nagern die Pflanzung nuss- und fruchttragender Gehölze wie Haselnuss, Walnuss oder Buchen, Kastanien und Obstbäume, damit sie sich mit genügend Vorräten eindecken können. Damit Regentonnen nicht zur Todesfalle werden, sollte unbedingt ein Deckel oder ein stabiles Drahtnetz darüber angebracht werden. Als Tränke ist eine flache Schale mit Wasser besser geeignet - die nehmen auch Vögel gerne an. Wilde Ecken in Gärten sind außerdem pflegeleicht und schaffen zusätzlich Lebensräume für Igel und Wildbienen. Dazu kann in einem Teil des Gartens die Wiese stehen bleiben und Laub und Geäst auf einem Haufen gesammelt werden. Dies ermöglicht es den Tieren, Material für ihren Unterschlupf zusammenzutragen.