AG Föhrenschutz

Die Föhre ist ein ortsbildprägender Baum für die Ortsteile Waldram und Farchet.standorttypische Kiefer ist die Waldkiefer (Pinus silvestris, Föhre, gemeine Kiefer).
Im eiszeitlich geprägten Voralpenland war die Föhre landschaftstypisch, vgl. die Orts- und Flurnamen Farchach, Farchant, Farchet sowie die Wolfratshauser Straßennamen Am Föhrenwald, Föhrenwaldstraße, Unter den Föhren, und historisch: Lager Föhrenwald.
Die Föhrenbestände werden kleiner, teils durch natürliches Absterben (auch gehäuft durch trockene Sommer und unbekannte Ursachen), meist aber durch Bautätigkeit.
Daher bemüht sich Ortsgruppe um den Erhalt, die Unterschutzstellung und Verjüngung des Föhrenbestandes. 

Dieses Projekt wird zusammen mit der Stadt und dem Forstrevier Wolfratshausen durchgeführt.

Ziele und Aktionen:

  • Langfristiger Erhalt der Restbestände des ursprünglichen standorttypischen und ortsbildprägenden Schneeheide-/Kiefernwalds im Siedlungsbereich von Farchet und Waldram 
  • Bestandsaufnahme der Föhren in Waldram und Farchet und Erstellung einer Karte
  • Bewahrung der Bäume vor Fällung und Schädigung
  • Föhrenplanzungen auf der Waldwiese im April 2016
  • Pflege und Monitoring der 25 Föhrensetzlinge

Küchenschelle

Die Frühlings-Küchenschelle (Pulsatilla vernalis) galt in den 1980-er Jahren bereits als verschollen und ist für das Voralpine Hügel- und Moorland als ,,Vom Aussterben bedroht (Gefährdet Grad 1)„ eingestuft. Eine kleine Anzahl dieser Pflanzen findet sich noch in den Isarauen südöstlich von Waldram. Seit Mitte der 1990-Jahre wird der Wuchsortbereich der Frühlings-Küchenschelle durch die Ortsgruppe Wolfratshausen sowie durch den Gebiets-Ranger (Bernhard März) betreut.

Die Pflanzen werden jedes Frühjahr erfasst. Leider geht die Anzahl der vital wirkenden Pflanzen ständig zurück, was uns dazu bringt, mehr als bisher für den Erhalt der seltenen Küchenschelle zu tun.
Folgende Maßnahmen sind nötig:

  • Zählung der Pflanzen (März/April)

  • Mahd im frühen September

  • Zwischenpflegemaßnahmen

  • Rohhumusdecken im Wuchsbereich der Frühlings-Küchenschelle entfernen (nicht das Moos

  • Beseitigung der Rohhumus- und streufilzdecken bis zu den Lehmschichten im Oberboden im weiteren Umfeld um eine Vermehrung möglich zu machen


Wiesenmahd

Seit 1998 pflegt die Ortsgruppe des BUND Naturschutz zusammen mit Anwohnern und weiteren ehrenamtlichen Helfern das rund 6000 qm große Wildgrundstück in Waldram. Es ist der Restbestand eines Schneeheide-Kiefernwaldes

Ziele der Mahd:
Für die Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt ist ein mindestens einmaliges Mähen im Jahr unverzichtbar. Durch die jährliche Mahd bekommt der Boden wieder Licht und Luft; neue Pflanzen können sich ansiedeln, wachsen und blühen, z. B. die standorttypische, Ästige Graslilie. Insekten werden angelockt; mit ihnen Vögel und andere Kleinlebewesen. Somit ist dieser praktische Naturschutz, den wir gemeinsam leisten, ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Nächste Mahd voraussichtlich Ende August 2017
Helfer sind immer willkommen!


Baumpflanzungen

Immer wieder werden unserer Ortsgruppe Bäume gespendet, die wir dann an geeigneten Stellen im Stadtgebiet pflanzen.

Aktuell wollen wir im Frühjahr zwei Bäumen einen neue Heimat geben. Einer wird wohl im kath. Kindergarten St. Josef d. Arbeiter, Waldram gepflanzt. Für einen anderen suchen wir noch nach einem geeigneten Standort.

Natürlich lassen wir unsere Schützlinge auch nach der Pflanzung nicht allein, sondern kontrollieren immer mal ob es den Bäumen auch gut geht.